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Energieausweis Bern

17. September 2026 · 3 Min. Lesezeit

GEAK oder GEAK Plus: was ist der Unterschied?

Der GEAK bewertet das Gebäude in Effizienzklassen. Der GEAK Plus ergänzt einen Beratungsbericht mit Sanierungsvarianten — Grundlage für Förderbeiträge.

Der Unterschied in einem Satz

Der GEAK ist die Bewertung: Er stuft Ihr Gebäude auf der Energieetikette von A bis G ein. Der GEAK Plus ist dieselbe Bewertung plus ein Beratungsbericht, der konkrete Sanierungsvarianten aufzeigt.

Beide werden von zertifizierten Expertinnen und Experten des Vereins GEAK ausgestellt und sind in allen Kantonen anerkannt. Beide sind zehn Jahre gültig.

Was der Beratungsbericht zusätzlich enthält

Das «Plus» ist nicht eine ausführlichere Bewertung, sondern ein anderes Dokument:

  • Bis zu fünf Sanierungsvarianten, zugeschnitten auf das Gebäude — eine davon muss gemäss Produktreglement eine Gesamterneuerung abbilden.
  • Eine Prioritätenliste und Vorschläge, wie sich die Sanierung in Etappen aufteilen lässt.
  • Eine Schätzung von Investition, Unterhaltskosten und erwarteten Betriebskosteneinsparungen.
  • Die Berechnung der möglichen Förderbeiträge, damit Sie die tatsächlichen Investitionskosten kennen.

Welcher Ausweis wann der richtige ist

Wenn Sie ausschliesslich eine Einstufung oder einen Nachweis benötigen, genügt der GEAK. Sobald Sie sanieren wollen, ist der GEAK Plus der richtige: Der Kanton Bern fördert ausdrücklich den GEAK Plus mit Beratungsbericht, den einfachen GEAK fördert er nicht. Für den Heizungsersatz-Beitrag verlangt er dagegen einen aktuellen beglaubigten GEAK — und zwar erst bei der Auszahlung.

Für sehr grosse oder gemischt genutzte Gebäude, für die kein GEAK Plus erstellt werden kann, fördert der Kanton stattdessen eine Grobanalyse.

Was Sie in zwei Minuten selbst prüfen können

Für die Schätzung genügen Baujahr, Wohnfläche, Gebäudetyp und die heutige Heizung — Angaben, die im Grundbuchauszug oder in der Gebäudeversicherungspolice stehen. Der Subventions-Check rechnet daraus die mögliche Förderung und den Netto-Aufwand nach Abzug des Beitrags.

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